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Mittwoch, 20. April 2011

Städtische Dichte -- radikale Lösung aus Thailand

Die Überbauung von Gleisfeldern ist ein Dauerbrenner des Städtebaus. Hier ein spektakuläres Beispiel aus Thailand.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Taxis, die Spass machen

Taxifahren in BsAs kostet 8 bis 10 Mal weniger als in Zürich. Eine halbstündige Fahrt quer durch die Stadt kostet umgerechnet 5 bis 7 Franken. Der Grund liegt nicht nur in den tiefen Löhnen der Taxifahrer (laut CIA Factbook sind die Löhne in der CH im Durchschnitt 4 Mal höher als in Argentinien). Taxis sind hier einfach allgegenwärtig. Nachts machen sie sogar den grössten Anteil des innerstädtischen Verkehrs aus. Meine Hypothesen, die ich hier zum testen anbiete:

  1. Das Angebot an Taxis ist nicht sonderlich rationiert. Der Markt spielt.
  2. Der Markt darf spielen, weil die Alternative (=die Busse bzw. Colectivos) ebenfalls in privater Hand ist.
Wenn das Buswesen in öffentlicher Hand wäre, hätte die Stadt einen Anreiz, das Taxiangebot zu rationieren. Damit könnte sie "ihre" Transportmittel fördern. Kennt jemand Gegenbeispiele von Städten mit liberaler Taxiordnung und gutem ÖV? Und überhaupt: lässt sich die Begrenzung der Anzahl Taxis in einer Stadt ökonomisch rechtfertigen?

Freitag, 23. Oktober 2009

Verkehrspolitik ist auch Raumplanung

Was ich gestern bei der spannenden Avenir Suisse Tagung "Zwischen Planung und Markt - Anreize der Siedlungsentwicklung" gelernt habe:

1. Raum- und Verkehrspolitik hängen voneinander ab. Praktisch alle Referenten erachten die zu billige – weil massiv subventionierte – Mobilität als den zentralen Treiber der "Zersiedlung" in der Schweiz.

2. In der Schweiz ist die Raumplanung "pretty relaxed" (sprich: sie schreibt wenig vor) im Vergleich zur äusserst restriktiven Praxis in Grossbritannien. Die strenge Regulierung ist mit Sicherheit ein entscheidender Grund für die hohen Immobilienpreise in London.


3. Viele der oft zitierten Ursachen der Zersiedlung, allen voran die fehlende Überwälzung der marginalen Infrastrukturkosten (Kanalisationen, Strassen usw.) in den Agglomerationen spielen eine vernachlässigbare Rolle.

4. Die Haushalte haben eine relativ tiefe Zahlungsbereitschaft für "open space" (intakte Landschaften), wenn diese sich weiter weg als wenige Kilometer von ihrem Wohngebiet befinden. Die Schätzungen -- und Meinungen -- gehen hier weit auseinander.

Bei Gelegenheit werde ich auf die Inhalte der interessantesten Referate im Detail eingehen.